Grundriss einer Mariacher Containeranlage auf einer Holzbohle, daneben Planrollen, Zollstock, Bauhelm und eine Tasse Kaffee

Wie läuft ein GU-/TU-Projekt ab?

GU und TU einfach erklärt, dazu die neun Projektphasen vom ersten Gespräch bis zur Schlüsselübergabe und eine klare Antwort zur Bewilligungsdauer.

5 min Lesezeit Projektablauf

Wer zum ersten Mal ein Modulbau-Projekt plant, stolpert schnell über zwei Abkürzungen: GU und TU. Dahinter steckt keine Formalie, sondern eine Grundsatzfrage: Wer trägt wofür die Verantwortung?

In diesem Beitrag erklären wir zuerst den Unterschied zwischen Generalunternehmer und Totalunternehmer. Danach gehen wir den Ablauf Schritt für Schritt durch, vom ersten Gespräch bis zur Schlüsselübergabe. Bei jeder Phase sagen wir, was passiert, was Sie entscheiden müssen und was wir übernehmen.

Eine Vorbemerkung: Jedes Projekt ist anders. Ein Kindergarten-Provisorium läuft anders als ein Bürogebäude für den Dauerbetrieb. Der Grundablauf bleibt aber derselbe.

GU oder TU: der Unterschied, einfach erklärt

Ein Generalunternehmer (GU) verantwortet die Ausführung. Die Planung kommt von Ihnen, meist über Ihren Architekten. Wir bauen, was geplant ist, und koordinieren dafür sämtliche Gewerke.

Ein Totalunternehmer (TU) verantwortet Planung und Ausführung zusammen. Sie haben einen Vertragspartner, einen Termin und einen Verantwortlichen für den Preis. Wenn etwas klemmt, gibt es keine Diskussion über Zuständigkeiten. Zuständig sind wir.

Was besser passt, hängt von Ihrer Ausgangslage ab. Haben Sie bereits einen Architekten und fertige Pläne, ist GU der logische Weg. Starten Sie bei null, nimmt Ihnen das TU-Modell am meisten ab. Wir machen beides.

Der Ablauf in neun Phasen

Beschrieben ist hier der TU-Fall. Bei einem GU-Projekt übernehmen Sie und Ihr Architekt die ersten Planungsschritte, wir steigen bei der Werkplanung ein. Der Rest läuft gleich.

Phase 1: Bedarfsklärung und Begehung

Am Anfang steht ein Gespräch, kein Verkaufstermin. Wir wollen wissen: Wofür brauchen Sie die Anlage? Büro, Schule, Kindergarten oder Baustelleninstallation? Provisorium oder Dauerbetrieb? Miete oder Kauf? Danach schauen wir uns das Grundstück an. Zufahrt, Terrain, Anschlüsse: Das klärt man vor Ort, nicht am Telefon.

Sie entscheiden: Nutzung, Zeitrahmen, Miete oder Kauf. Wir übernehmen: die Begehung und eine erste Einschätzung, was an Ihrem Standort machbar ist.

Phase 2: Vorprojekt und Richtofferte

Auf Basis der Begehung erstellen wir ein Vorprojekt: Grundriss, Anzahl Module, Ausbaustandard. Dazu erhalten Sie eine Richtofferte. Wichtig: Das ist eine Grössenordnung, keine Pauschale. Der verbindliche Preis kommt, wenn die Planung steht.

Sie entscheiden: Grundriss und Ausbaustandard, etwa die Pakete Küche, Elektro, Sanitär und Klima/Lüftung. Wir übernehmen: Planung, Kalkulation und die klare Ansage, was im Preis drin ist und was nicht.

Phase 3: Baueingabe und Bewilligung

Auch Modulbauten brauchen eine Baubewilligung, in den meisten Fällen selbst als Provisorium. Wir bereiten die Eingabeunterlagen vor und reichen sie mit Ihnen bei der Gemeinde ein. Diese Phase dauert, und wir können sie nur begrenzt beschleunigen. Je nach Gemeinde und Einsprachelage sprechen wir von Wochen bis Monaten. Wer das früh einplant, verliert später keine Zeit.

Sie entscheiden: nichts Neues, Sie unterschreiben als Bauherrschaft. Wir übernehmen: Pläne, Unterlagen und die Rückfragen der Behörden.

Phase 4: Werkplanung

Nach der Bewilligung wird es konkret. Statik, Anschlusspunkte, Materialien, Details: Jetzt entsteht der Plan, nach dem gebaut wird. In dieser Phase treffen Sie die letzten Entscheidungen. Danach gilt: Was geplant ist, wird gebaut. Spätere Änderungen sind möglich, kosten aber Zeit und Geld. Das sagen wir lieber vorher als nachher.

Sie entscheiden: die finalen Details im Ausbau. Wir übernehmen: Werkpläne, Statik und die Koordination aller Beteiligten.

Phase 5: Fertigung im Werk, Fundament vor Ort

Jetzt kommt der grosse Zeitvorteil des Modulbaus: Während die Module im Werk gefertigt werden, entsteht auf Ihrem Grundstück parallel das Fundament. Zwei Baustellen, eine Zeitachse. Beim konventionellen Bau läuft das nacheinander, hier gleichzeitig. Das spart je nach Projekt Wochen bis Monate.

Sie entscheiden: in dieser Phase wenig. Sie halten das Grundstück zugänglich. Wir übernehmen: Fertigung, Fundamentarbeiten und die Terminkoordination zwischen beidem.

Phase 6: Transport und Montage

Die fertigen Module kommen per Lastwagen und werden mit dem Kran versetzt. Was nach Grossereignis klingt, ist bei sauberer Vorbereitung Routine: Eine Anlage steht je nach Grösse oft innert weniger Tage. Voraussetzung sind eine geklärte Zufahrt und ein Kranstandplatz. Beides prüfen wir schon bei der Begehung.

Sie entscheiden: nichts. Sie dürfen zuschauen. Wir übernehmen: Transport, Bewilligungen für Spezialtransporte, Kran und Montage.

Phase 7: Ausbau und Anschlüsse

Stehen die Module, folgt der Innenausbau: Übergänge zwischen den Modulen, Elektro, Sanitär, Klima und Lüftung, dazu der Anschluss an die Werkleitungen. Hier kommen die standardisierten Ausbaupakete zum Zug, die Sie in Phase 2 gewählt haben.

Sie entscheiden: nichts mehr, sofern nach Plan gebaut wird. Und das wird es. Wir übernehmen: den kompletten Ausbau und die Koordination der Anschlüsse.

Phase 8: Abnahme und Übergabe

Vor der Übergabe gehen wir gemeinsam durch die Anlage. Was nicht passt, kommt auf die Mängelliste und wird behoben. Danach erhalten Sie die Schlüssel, die Dokumentation und eine Einweisung in die Technik.

Sie entscheiden: ob die Anlage dem entspricht, was vereinbart war. Wir übernehmen: Mängelbehebung, Dokumentation und Einweisung.

Phase 9: Service nach der Übergabe

Mit der Schlüsselübergabe sind wir nicht weg. Unser Servicecenter übernimmt Wartung, Reparatur, Reinigung und Umbauten. Übrigens herstellerunabhängig, also auch für Anlagen, die nicht von uns stammen. Und wenn Ihre Anlage später wachsen soll, sind wir wieder da.

Wie lange dauert das Ganze?

Die kurze Antwort: Das hängt von Grösse, Ausbaustandard und Bewilligungsverfahren ab. Darum nennen wir keine Pauschalzahl. Als grobe Orientierung: Die Bewilligung ist meist der längste Einzelposten, die Montage der kürzeste. Nach dem ersten Gespräch erhalten Sie einen realistischen Terminplan, ehrlich gerechnet statt schöngerechnet.

Unser ehrliches Fazit

Ob GU oder TU: Entscheidend ist, dass von Anfang an klar ist, wer was verantwortet. Genau dafür ist dieser Ablauf da. Sie wissen in jeder Phase, was passiert, was Sie entscheiden und wo wir in der Pflicht stehen.

Wenn Sie ein Projekt vor sich haben, reden wir am besten über Ihre konkrete Ausgangslage. Im ersten Gespräch klären wir, ob GU oder TU besser passt, und Sie erhalten eine klare Einschätzung zu Terminen und Kosten. Auch dann, wenn die Antwort lautet, dass Modulbau für Ihr Vorhaben nicht der richtige Weg ist.

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